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2011-09-28: Der erste kulinarische Rundgang war eine runde Sache

Fremdenverkehrsverein: Der erste kulinarische Rundgang war eine runde Sache

Post-Lina wusste viel zu erzählen Geschichten und gutes Essen verknüpft


Creglingen. "Sehen, fühlen, schmecken und hören"- das war das Motto, unter dem der Fremdenverkehrsverein den 1. Kulinarischen Rundgang mit Creglinger Gastronomen organisierte. Als zusätzliches Rahmenprogramm wurde die Figur der "Post-Lina" ins Leben gerufen.

Die Vereinsvorsitzende Rosi Kuhn, von der auch die Idee hierfür stammt, konnte zusammen mit Bürgermeister Uwe Hehn sowie musikalischer Begleitung der Stadtkapelle die 30 angemeldeten Gäste am sonnigen Taubertorplatz begrüßen.


Beim lockeren und natürlich auch leckeren Sektempfang (es gab zusätzlich geräucherte Herrgottstaler Forelle auf Baguette), wusste das Team vom Gasthaus Brechscheuer schon gleich zu Beginn zu verwöhnen. Hierbei kam dann auch die historische "Post-Lina" in Form von Gertrud Schneider ins Spiel. Sie verstand es auf humorvolle Art und auch noch im extra eingeübten "Creichelmer" Dialekt, frühere Creglinger Geschichtchen zum Besten zu geben.

Nach einem deftigen Kartoffelsüppchen im Brotteig und dazu gereichtem frisch gepressten Apfelsaft im Gasthaus Herrgottstal ging es am Lindleinturm vorbei zum Gasthaus Hirschen. Hier wurde den Gästen als Augenschmaus eine Trilogie von Paprika an Kürbisrahm mit hausgemachten Grünkernbällchen serviert.

Nebenbei erzählte H. Wunderlich von der Herbsthäuser Brauerei Wissenswertes zum Thema Bier und auch des "1581"- die besondere Spezialität seines Hauses. Frisch gestärkt ging es am Malerwinkel und der Tauber vorbei zum "Blockhausrestaurant".

Geschmorte Schweinebäckchen in Tauberschwarz, dazu eine Rotkrautroulade sowie Serviettenknödel fanden hier prima zu den Gästen. Passend hierzu erklärte F. Hofäcker aus Queckbronn den Anbau und die Besonderheiten des beliebten Tauberschwarz sowie des Weinbaus im Weingut Hofäcker.

Draußen - mittlerweile war es dunkel geworden - zog die Gästeschar dann zum ehemaligen "Oberen Tor" und die "Post-Lina" - mit bestem Schauspieltalent- weinte fast den früheren gut aussehenden Postillonen, die hier immer hinausfuhren, hinterher.

Als Überraschung erwartete die Gruppe dann an der Küferei Haag ein wärmendes Feuer und eine Auswahl von heimischen Schnäpsen. Einen wunderbaren Abschluss erlebten die Rundgang-Teilnehmer dann beim Einkehrschwung in Richtung Schlossbäck. Im zauberhaften Fackellicht empfing der Markgraf nebst seiner Gattin sowie hauseigener Zuckerbäckerin bereits auf der Schlossterrasse die Gäste und hieß diese standesgemäß und höchst vornehm willkommen. In historischen Gewändern wurde dann im Innern des Hauses ein phantasievoller Dessertteller mit Kaffee serviert.

Gegen 22.30 Uhr klang der gelungene Abend nach den Dankes- und Abschiedsworten von Rosi Kuhn gemütlich aus.

Fränkische Nachrichten
28. September 2011

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