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2009-08-25: Creglingen: 30. Wandertage in der Taubertalgemeinde



Nichts an Attraktivität eingebüßt

Creglingen. Landauf, landab klagen zahlreiche Vereine über zurückgehende Teilnehmerzahlen bei ihren Wandertagen. Doch im Tauberstädtchen haben sie nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Die "Wanderfreunde" Creglingen durften sich bei der zweitägigen Jubiläumsveranstaltung am Wochenende über eines nach wie vor starken Zuspruchs erfreuen, denn über 2000 Personen aus Nah und Fern bewältigten die 5-, 10- oder 20-Kilometer-Strecke bei herrlichem Wetter.

Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Zum einen waren die Taubertäler bei etwa 80 auswärtigen Wanderungen dabei, zum anderen haben die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Manfred Hirsch und seinen Stellvertreter Gerhard Braun bereits vor Jahren den Trend der Zeit erkannt. Es genügt einfach nicht mehr, die Geher und Läufer auf eine abwechslungsreiche Strecke zu schicken, um sie anschließend bei gutem Essen, bei Kaffee und Kuchen zu bewirten.

Die Route muss deshalb schon im Vorfeld der Veranstaltung so ausgewählt werden, dass auch Jogger und Nordic-Walker zurechtkommen. Ein besonderes Augenmerk gilt den Kindern, sind doch sie die aktiven Wanderer von Morgen. Ihnen soll jede Wanderung zu einem bleibenden Erlebnis werden, damit sie "bei der Stange" bleiben.

Edmund Seefried, seit langem für die Streckenführung zuständig, hatte bei der Streckenauswahl diese Gesichtspunkte optimal berücksichtigt. Vom Start an der Mehrzweckhalle ging es über den eisernen Steg zum informativen Kulturlandschaftspfad mit interessanten Hinweisen zu Fauna und Flora.

Vorbei an der Zwerg-Zebu-Herde gelangte man auf die Schirmbacher Höhe. Für den anstrengenden Aufstieg, klugerweise zu Beginn der Wanderung eingeplant, wurden die Wanderer dann mit einem Ausblick ins Tauber- und Herrgottstal sowie weit in den Ochsenfurter Gau hinein belohnt.

Die Kinder hatten bis dahin bereits die ersten Fragen aus dem Bereich der heimischen Tierwelt zu beantworten. Übrigens durfte jedes Mädchen und jeder Junge am Schluss einen kleinen Preis entgegen nehmen. An einem Spielplatz stellten sie ihr Können noch beim Torwandschießen oder beim Klettballwurf unter Beweis.

Während die 5-Kilometer-Strecke über den Johannisberg wieder nach Creglingen führte, ging die 10- und 20-Kilometer-Distanz größtenteils durch den schattigen Klosterwald um die Stadtteile Erdbach/Frauental/Freudenbach zurück zum Ziel, wo am Sonntag die "Stadtkapelle" Creglingen unter der Leitung ihres Dirigenten Otmar Fleckenstein mit ihrer flotten Musik in bewährter Weise die mehr oder weniger müden Wanderer wieder aufmunterte.

Am Ende der 30. Wandertage zog Manfred Hirsch eine durchweg positive Bilanz. Ungefähr 80 Wandergruppen, viele aus der bayerischen Nachbarschaft, einige waren sogar mit Bussen aus Lam/Itzgrund, Büchenbach, Burg oder Filderstadt angereist, nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil. Die meisten Teilnehmer stellte bei den auswärtigen Vereinen Buchenbach vor Crailsheim und Laudenbach. Sieger bei den örtlichen Gruppierungen waren die "Wilde Liga" vor der "Stadtkapelle" und den "Oberländern". Ihnen zollte auch der Bezirksvorsitzende von Franken, Johannes Dieterich, ein großes Lob.

Manfred Hirsch bedankte sich ebenfalls bei den 50 Helfern, die sich seit Tagen im Dauereinsatz befanden. Obwohl der morgendliche Start kurz nach Sonnenaufgang erfolgte, trafen sich die ersten "guten Geister" bereits mitten in der Nacht in der Halle, denn mancher Teilnehmer wollte vor der Wanderung noch eine Stärkung in Form eines Kaffees und eines Kuchens zu sich nehmen.

Von der Organisation und der Durchführung der Jubiläumswandertage, die unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hartmut Holzwarth standen, waren alle Wanderer sehr angetan. Alle drückten den Wunsch aus, dass der nur 60 Mitglieder zählende Verein noch viele erfolgreiche Wandertage ausrichten kann. fkc

© Fränkische Nachrichten 25. August 2009

 
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