
Das Jubiläum wird in Creglingen mit mehreren Veranstaltungen gefeiert
Creglingen. Die Herrgottskirche und ihr Riemenschneideraltar sind weltberühmt. In diesem Jahr feiert die Kirchengemeinde Creglingen mit mehreren Veranstaltungen das Jubiläum "500 Jahre Riemenschneideraltar".
Vorgesehen sind folgende Programmpunkte:
Donnerstag, 6. Januar, 20 Uhr Stadtkirche:
- Distriktsgottesdienst in Mundart mit Pfarrer Willi Mönikheim.
Mittwoch, 2. März, 19.30 Uhr Stadtkirche:
- Vortrag mit Pater Anselm Grün: "Die Bedeutung der Maria im Katholischen Glauben".
Sonntag, 20. März, 9.30 Uhr Stadtkirche:
- Festgottesdienst mit Landesbischof Dr. Gerhard Maier.
Donnerstag, 5. Mai, 19.30 Uhr Herrgottskirche:
- Konzert mit Musik aus der Riemenschneiderzeit mit Oswin Voit.
Sonntag, 12. Juni, 20 Uhr, Herrgottskirche:
- Konzert: Uraufführung "Oratorium zum Marienaltar" durch den Frauentaler Kirchenchor,
- Text: Christof Messerschmidt,
- Musik: Wolfgang Schumann, musikalische Leitung Ernst Preininger.
Freitag, 1. Juli, 19.30 Uhr, Stadthalle Creglingen:
- Festakt mit Vortrag Prof. Dr. Hartmut Krohm
Freitag, 23. September, 19.30 Uhr Stadtkirche:
- Vortrag Prälat Paul Dieterich "Das menschliche Antlitz bei Tilman Riemenschneider".
Montag, 10. Oktober, 19.30 Uhr Gemeindehaus:
- Vortrag Prof. Dr. Walter Sparn: "Die Bedeutung der Maria im evangelischen Glauben".
Freitag, 11. November, 19.30 Uhr Gemeindehaus:
- "Essen, Musik und Texte der Riemenschneiderzeit".
Freitag, 2. Dezember, 19.30 Uhr Gemeindehaus:
- Dr. Claudia Lichte: "Die Bedeutung der Bilder des Marienaltars von Creglingen".
Wer den Namen "Creglingen" hört, verbindet ihn oft mit dem Altar von Tilman Riemenschneider (1460-1531). Das ist keineswegs überraschend, weil der Altar des Künstlers internationale Bedeutung hat. Andererseits hätte alles auch ganz anders kommen können: Tilman Riemenschneider galt als vergessen. Berühmt zu Lebzeiten, dann aber bis ins 19. Jahrhundert hinein schlicht übersehen.
Nur durch Zufall wurde 1822 in Würzburg sein Grabstein entdeckt und daraufhin begann die Suche nach Kunstwerken des Bildhauers. Wahrscheinlich davon angesteckt machte sich der Kirchenpfleger Michael Dreher 1832 daran, hinter die Bretter zu schauen, an denen seit 300 Jahren die Totenkränze aufgehängt wurden.
So wurde der Altar, der durch diesen Bretterschutz zum einen den "Bildersturm" und zum anderen die Jahrhunderte überstand, wieder entdeckt.
© Fränkische Nachrichten - 03.01.2005