
50 Jahre Blasmusik-Kreisverband Hohenlohe
Creglingen. Erstmals gemeinsam präsentierten sich die vier Creglinger Kapellen. Die Stadtkapelle Creglingen, die "Herrgottstaler Musikanten", die "Klosterwälder Musikanten" und die "Oberländer Musikanten" musizierten beim Konzert "50 Jahre Blasmusik-Kreisverband Hohenlohe".
Ein Markstein Creglinger Musikgeschichte war das Konzert in der voll besetzten Stadthalle, das die "gewaltige Musikpower von Creglingen" (so der Stadtkapellen-Vorstand Edgar Fleckenstein) zeigte. Bürgermeister Hartmut Holzwarth stellte in seinem Grußwort fest, die Blasmusik sei ein "wesentlicher Bestandteil der Musiklandschaft" der Stadt. Ihr klingendes Spiel "bereichert und beschwingt". Für die vier Creglinger Kapellen sei es eine Ehre, dass das Jubiläumskonzert des Kreisverbands in ihrer Stadt stattfinde.
Unter der sachverständigen Leitung von Kreisverbands-Dirigent Josef Jiskra stand der erste Teil des umfangreichen Konzertprogramms. Das stattliche Senioren-Orchester, das er leitete, ist gebildet aus Musikern aus dem ganzen Kreisverbandsbereich, der neben dem Altkreis Mergentheim auch die Kreise Schwäbisch Hall und Künzelsau umfasst und bis kurz vor Backnang reicht. Unter dem Motto "Musik verbindet Alt und Jung und macht Freude" bot das Ensemble ein vielseitiges Programm, das vom einleitenden Marsch, den der Dirigent selbst komponiert hatte, bis hin zu Operetten-Melodien reichte. Ruhige getragene Passagen, stimmungsvoll musiziert, wechselten sich ab mit Teilen, die durch ihren schwungvollen Vortrag die Zuhörer begeisterten.
Nach der Pause hatte dann das große Creglinger Blasorchester, gebildet aus den Aktiven der vier örtlichen Vereine, seinen ersten öffentlichen Auftritt. Kundige wissen wohl, dass es keine einfache Sache ist, mehrere qualifizierte Ensembles mit je eigenem Stil zu einem Klangkörper zusammenzuführen. Das Ergebnis jedoch überzeugte vollauf und die Besucher reagierten auf die Musikvorträge mit anhaltendem Beifall. Das dargebotene Palette der Stücke reichte vom festlichen Choral über Walzer und Polka bis hin zu schwungvollen Märschen. Andreas Heinze, Otmar Fleckenstein und Fred Prokosch dirigierten das rund 120 Personen umfassende Ensemble abwechselnd. Und die Gäste des Blasmusik-Konzerts hoffen nun darauf, dass dieses harmonische Zusammenspiel von vier Kapellen keine einmalige Aktion darstellt, sondern immer wieder zu hören ist. peka
© Fränkische Nachrichten – 23.11.2004