
Stadtkapelle Creglingen fehlt es an Musikern / Ehrungen
Creglingen. Bei der Hauptversammlung der Stadtkapelle Creglingen erfolgte nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Edgar Fleckenstein zunächst ein Blick die Vereinsstatistik. Derzeit hat der Verein 28 aktive Musiker, davon elf in Ausbildung, außerdem 38 passive Mitglieder und zwei Ehrenmitglieder, was eine Mitgliederzahl von 68 ergibt.
Bei 33 Anlässen konnte man die Stadtkapelle Creglingen letztes Jahr in Aktion erleben, zusätzlich wurde noch 51 mal geprobt. Im Weiteren ging der Vorsitzende näher auf die Termine und Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein. Der Ausschuss traf sich zu fünf Sitzungen, der Dirigent und der Vorstand hatten natürlich noch einige Termine mehr auf dem Programm. Zum Gedenken der in diesem Jahr verstorbenen Mitglieder erhoben sich die Mitglieder von den Plätzen.
Verstorben sind Walter Ludwig Zink, Gründungs- und Ehrenmitglied, Erich Beier, langjähriger aktiver Musiker und später Ehrenmitglied und Erwin Nagel passives Mitglied. Die Verstorbenen wurden mit musikalischen Ehren am Grab verabschiedet und die Stadtkapelle wird ihnen ein ehrendes Angedenken bewahren.
Dirigent Otmar Fleckenstein hatte wie jedes Jahr den Beginn der Proben bemängelt. Ansonsten hat er die Probenarbeit positiv bewertet und die musikalische Weiterentwicklung der Kapelle hervorgehoben. Durch das Fehlen einiger Jahrgänge von jungen Musikern, oder durch den Ausfall von Musikern aus beruflichen, familiären und gesundheitlichen Gründen, wird es für den Dirigenten immer schieriger, eine einsatzbereite Kapelle für Auftritte zusammenzustellen. Das klein gewordene Häufchenen von Musikern kann den Ausfall einiger Musiker nicht mehr auffangen. Besonders bei den Tenorhörnern und beim Schlagzeug ist dringend Nachwuchs erforderlich, aber auch bei den anderen Stimmen und Instrumenten, würde man sich über jede Unterstützung freuen.
Besonderen Dank sprach er einigen Musikern aus, die ihn bei der Ausbildung der Jungmusiker unterstützen, dies sind Udo Hoffmann (Schlagzeug) und Thomas Zoglmann (Blasinstrumente). Diese beiden vertreten ihn auch in der Probe der Stadtkapelle, wenn er aus beruflichen Gründen unterwegs ist. Er rief die Musiker dazu auf, die Proben trotz seiner häufigen Abwesenheit zu besuchen.
Als Jugendleiter setzte er diesen Bericht gleich hinten an. Die wichtigsten Termine der Musikjugend im letzten Jahr waren unter anderen der Schwimmbadbesuch im Aquella in Ansbach, das Kärwäausgraben mit Unterstützung älterer Musiker, der Weihnachtsmarkt und die Weihnachtsfeier. Es befinden sich zur Zeit elf Jugendliche in verschiedenen Stufen in Ausbildung. Die Arbeit mit den Jungmusikern macht sehr viel Spaß, da diese sehr gut mitarbeiten. Im Sommer soll wieder ein Tag der offen Tür stattfinden, um die Stadtkapelle den
interessierten Kindern und Jugendlichen vorzustellen.
Im Herbst soll wieder ein neuer Kurs gestartet werden, wenn es einige an der Musik Interessierte gibt, die ein Musikinstrumentes erlernen möchten. Auch Erwachsene können noch ein Instrument erlernen oder wieder damit anfangen.
Der Bericht des Schriftführers, Wolfgang Zink, beschränkte sich auf die Ausschusssitzungen. Er bedankte sich bei Alexandra Zoglmann für die Unterstützung bei der Werbe- und Pressearbeit.
Kassier Thomas Zoglmann durchleuchtete in seinem Bericht die verschiedenen Veranstaltungen in Bezug auf Umsatz und Gewinn. Er stellte fest, dass sich einige Veranstaltungen durchaus etabliert haben, andere sich dagegen eher negativ entwickelt haben. Die Veranstaltungen müssen genau analysiert werden und gegebenenfalls Entscheidungen im Ausschuss gefällt werden.
Der Bericht der Kassenprüfer fiel, wie auch letztes Jahr, sehr positiv aus, die Belegführung war in Ordnung und vollständig, es gab keine Beanstandungen. Die Entlastung wurde von Bürgermeister Hartmut Holzwarth beantragt und erfolgte einstimmig. Holzwarth lobte die Jugendarbeit in der Stadtkapelle. Außerdem freute er sich über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Creglingen und erklärte, dass die Stadtkapelle ein Aushängeschild für Creglingen sei, wie auch die anderen Musikvereine im Stadtgebiet.
Nach der Entlastung schritt der Bürgermeister zur Wahl des ersten Vorstandes. Da es keine Gegenkandidaten gab, wurde Edgar Fleckenstein einstimmig in seinem Amt bestätigt. Der Rest des Vorstandes wurde in einer Abstimmung einstimmig wiedergewählt, 2. Vorsitzender Udo Hofmann, Schriftführer Wolfgang Zink, Kassier Thomas Zoglmann, Jugendleiter Otmar Fleckenstein, Beisitzer Winfried Fleckenstein, Eberhard Wild, Andreas Herzog, Albert Schimmel, Gottfried Seewald und die Kassenprüfer Franz Hickl, Helmut Budig und Gerlinde Mohr.
Nach den Wahlen kam man zu Verschiedenes. Der Vorsitzende stellte fest, dass es keine Wünsche und Anregungen gab, nur bemängelte er den Probenbesuch, dieser sollte doch pünktlicher und häufiger ausfallen.
Zu guter Letzt fanden noch die Ehrungen passiver Mitglieder statt. Für zehnjährige passive Mitgliedschaft wurden geehrt: Fritz Wildermann (33 Jahre aktiv), Ulrike Merker, Ines Horn und Werner Horn. Außerdem wurden im vergangenen Jahr vier aktive Musiker für 30 Jahre Musizieren geehrt. Diese Musiker erhielten vom Bezirksvorsitzenden Meier die goldene Anstecknadel des Bezirks und des Vereins überreicht. Diese vier waren Edgar Fleckenstein, Otmar Fleckenstein, Andrea Fleckenstein und Thomas Zoglmann.
© Fränkische Nachrichten - 22.04.2003